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Erfolgsfaktoren für eine perfekte Silagequalität
Teil drei mit den wichtigsten Aspekten
Um eine optimale Silagequalität zu erreichen, sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Neben der Pflege und Düngung des Grünlands, die bereits abgeschlossen ist, muss auch vielen verschiedenen Punkten während und nach der Ernte Beachtung geschenkt werden. Lesen Sie heute den letzten Punkt unserer drei-teiligen Serie:
- Schnittzeitpunkt und Mähtechnik
- Ernte
- Lagerung und Silagequalität
1. Aufbau eines Fahrsilos
Es gibt unterschiedliche Wege einen Fahrsilo zu bauen. In einigen Ländern ist es üblich, den Fahrsilo auf dem Feld anzulegen. Dies bietet zwar den Vorteil, dass die Transportdistanzen vom Feld zum Silo relativ kurz sind. Jedoch wird der Aufwand bei der Fütterung größer, da die Silage zuerst am Feld geholt werden muss. Es ist außerdem in einigen Ländern nicht erlaubt, Fahrsilos auf unbefestigten Flächen anzulegen.
Auf befestigten Flächen können die Fahrsilos entweder mit Seitenwänden oder als Haufensilage (ohne Seitenwände) gebaut werden. Der Platzbedarf eines Fahrsilos ohne Seitenwände ist rund 20% höher, da die seitlichen Abschlüsse flacher sind. Es besteht außerdem eine höher Kippgefahr für die Ladewagen und den Walztraktor. Jedoch können einige Investitionskosten gespart werden und der Fahrsilo kann mehr oder weniger nach Belieben vergrößert oder verkleinert werden.

Folgende Richtwerte sollten jedoch beachtet werden:
- Breite des Fahrsilos
Der Fahrsilo sollte mindestens so breit sein, dass das Erntefahrzeug und der Walztraktor auf dem Silo kreuzen können (in der Regel mind. 7 m). Dies ist vor allem bei hohen Bergeleistungen sehr wichtig, da sonst wertvolle Zeit zum Verdichten verloren geht, wenn der Walztraktor ständig aus dem Silo fahren muss. Der Fahrsilo darf aber auch nicht zu breit gebaut werden, da es sonst bei der Entnahme zu Problemen mit Nachgärungen kommen kann, weil der Vorschub zu gering ist. - Länge des Fahrsilos
Die Länge, wie auch die Breite des Fahrsilos, ist abhängig von der Erntemenge. Jedoch sollte der Fahrsilo mindestens so lange sein, dass der Ladewagen auf eine gesamte Länge abgeladen werden kann. Dabei soll der Futterteppich nicht höher als 50 cm sein. Dies bedeutet in der Praxis, dass der Fahrsilo eine Länge von mindestens 30 m haben soll.
- Schräge Seitenwände
In gewissen Gebieten werden die Fahrsilos mit schrägen Seitenwänden gebaut. Dies bietet den Vorteil, dass die Verdichtung im unteren Teil und an den Seiten größer ist. Jedoch ist der Bau solcher Seitenwände aufwändiger und auch teurer.
Um eine gute Qualität der Silage zu erreichen, ist es wichtig, dass der Silo luftdicht abgedeckt wird. Eine richtige Gärung der Silage kann nur stattfinden, wenn kein Sauerstoff mehr enthalten ist. An den Seitenwänden sollten zusätzlich eine Folie eingelegt werden, welche dann zum Abschluss nach innen gelegt wird. Zum Abdecken sollten mindestens zwei Lagen Plastik verwendet werden.
Als erste Schicht direkt über der Silage wird eine dünne (meistens durchsichtige) Unterziehfolie gelegt. Nachher kommt ein dicker, meist weißer Kunststoff über die Unterziehfolie. Zum Schutz des Kunststoffs kann noch zusätzlich ein Vogelschutznetz darüber ausgelegt werden. Dieses Netz ist ähnlich einer Windschutzplane, wie sie in Ställen verwendet wird.
Anschließend wird der ganze Kunststoff mit Sandsäcken beschwert. Es sollte der ganze Silo außen herum und ca. alle 5 m quer über den Silo mit Sandsäcken bedeckt werden. In der Mitte des Silos können auch Autoreifen oder ähnliche Gegenstände verwendet werden.

Der Silo sollte nach der Ernte während mindestens sechs Wochen verschlossen sein, damit die Gärung abgeschlossen werden kann. Nach diesem Zeitraum hat sich der ph-Wert soweit abgesenkt, dass die Silage stabil bleibt.

Erfasst am: 09.05.2007

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